Tiere des Jahres 2024

Igel

Das Tier, das jeder kennt und oftmals geliebt wird hat es schwer in unserer aufgeräumten Landschaft. Der Igel braucht abwechslungsreiche Gärten, eine heimische Hecke mit Laub drunter und wilde Ecken im Garten, indem sich Käfer und andere Krabbeltiere heimisch fühlen. Mittlerweile leben viel mehr Igel in der Stadt als auf dem Land. Der Bestand nimmt immer weiter ab.

 

Kiebitz

 

Kreuzotter

 

Dorsch

 

Mosel-Apollofalter

 

blauschwarze Holzbiene

 

gefleckte Höhlenspinne

 

Mond-Azurjungfer

 

Warum sollten wir unseren Garten im Herbst

NICHT zu sehr aufräumen?

 

Am 23. September war der kalendarische Herbstanfang. Mit den kühleren Temperaturen, wandelt sich auch die Natur. Blätter fallen von den Bäumen, blühende Pflanzen des Spätsommers und des Herbstes verwelken. Nur die von den Bienen im Sommer bestäubten Früchte verbleiben noch etwas an den Sträuchern und dienen den Vögeln als willkommener Snack vor den kalten Monaten. Viele Menschen neigen jetzt dazu, im Garten Ordnung zu schaffen und sich auf den Winter vorzubereiten. Es gibt aber gute Gründe, nicht zu sehr im Garten aufzuräumen. Im Herbst suchen viele Tiere nach Unterschlupf und Nahrung für den Winter. Amseln durchwühlen Laubhaufen, der Igel muss sich noch ordentlich Speck anfuttern, um die nahrungsarme Zeit überwintern zu können. Ein aufgeräumter Garten bietet Vögel, Insekten und kleinen Säugetieren weder Nahrung noch Verstecke. Kehren Sie herabfallendes Laub zwar nicht unter den Teppich, aber unter die Hecke! Lassen Sie einige Bereiche Ihres Gartens unberührt und erfreuen Sie sich am Anblick, wenn der Frost die stehengebliebenen Pflanzen überzieht und sich Vögel zur Samenernte an den Pflanzstängel einfinden. Marienkäfer und Wildbienen überwintern in Laub, ungeschnittenen Gras und Pflanzen und sind daher darauf angewiesen, dass ein Garten nicht übermäßig aufgeräumt ist. Und bitte nutzen sie weder Laubbläser als auch Laubsauger – beide Variationen töten kleine und kleinste Insekten. Selbst spätgeborene Kleinigel können dadurch verletzt werden! Zuletzt dienen abgestorbene Pflanzenreste und auch Laub dem Erhalt der Bodengesundheit – denn die Zersetzung von Laub und Pflanzen ist ein Naturprozess, der den Boden mit Nährstoffen anreichert. Hier zeigt sich wieder einmal, wie alles zusammenhängt und auch abhängig voneinander ist. Störungen bringen das natürliche Gleichgewicht durcheinander.

 


Amsel, Drossel, Fink und Star...


Wir stellen bei unseren monatlichen Treffen entweder eine Vogelart oder ein relevantes Naturschutzthema vor.

 

Immer anfangs unserer Treffen um 19 Uhr

 

wir haben schon besser kennengelernt: 

 

VÖGEL: 

Amsel - Star - Feld- und Haussperling - Haus- und Gartenrotschwanz - Kleiber Elster - Braunkehlchen -  Feldlerche - Mönchsgrasmücke - Saatkrähen -  Dohlen (auch die im Kirchturm St. Andreas) - Kiebitz -

 

INSEKTEN: 

Mauer-Wildbienen

 

PFLANZEN-TIER-BEZIEHUNG:

Stieglitz/Distelfink - Futterpflanzen: wilde Karde und Disteln

 

verkannte Helfer im Garten:

Tigerschnegel

Feld-Wespen

Hornissen

 


Wasser / Vogeltränken / Vogelbäder aufstellen

Hilfe für Vögel und Insekten


 

Mit einer Vogeltränke können Sie die Vögel in Ihren Garten oder auf Ihren Balkon einladen und so beim Baden und Trinken beobachten. Das lebensspendende Nass wird gerne angenommen, da in vielen Siedlungen die natürlichen Gewässer nahezu verschwunden sind.

 

Gerade bei heißem und trockenem Wetter raten wir Naturfreunden, Vogeltränken aufzustellen, denn nicht nur Menschen müssen bei hohen Temperaturen mehr trinken. Auch Vögel und andere Tiere versuchen, ihren erhöhten Flüssigkeitsbedarf zu decken und viele natürliche Wasserquellen wie Pfützen und Gräben sind bei Hitze ausgetrocknet.

 

Damit die Hilfe aber auch tatsächlich bei den Vögeln ankommt, gibt es dabei einige entscheidende Regeln zu beachten. Ansonsten können sich die Tiere beim Trinken, und das gilt vor allem bei Hitze, leicht mit tödlichen Krankheitserregern infizieren.

 

Unbedingt zu beachten sind regelmäßiger Wasserwechsel, Ausspülen und Sauberwischen. Vor allem bei großer Hitze muss das Leben spendende Nass unbedingt täglich gereinigt und gewechselt werden, da kleine Wasserstellen jedes Jahr zahlreiche Vögel mit tödlich Trichomonaden infizieren.

 

So kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu massenhaftem Grünfinkensterben. In ungereinigten Vogeltränken kann sich der Parasit Trichomonas gallinae, ein winziges einzelliges Geißeltierchen, leicht ausbreiten und im Trinkwasser der Vögel herumschwimmen. 

  

Zur Reinigung darf auf keinen Fall Chemie verwendet werden. Eine Bürste und kochendes Wasser reichen dazu vollkommen aus. Als Alternative können auch zwei Wasserschalen abwechselnd benutzt werden. Wenn eine Tränke 24 Stunden in der Sonne trocknet, sind mögliche Parasiten tot. Außerdem vermeiden Sie durch die Reinigung und den Wasserwechsel, dass Sie sich zusätzliche Stechmücken heranziehen.

 

Vögel nehmen eine Tränke jedoch nur an, wenn sie sich dort auch sicher fühlen. Wichtig ist deshalb, dass die Tränke an einem Platz steht, der für die Vögel gut einsehbar ist und nicht in unmittelbarer Nähe von Büschen. Vögel sind beim Baden sehr abgelenkt und werden sonst zu leichter Beute für anschleichende Katzen.

Nahegelegene Büsche und Bäume sind hingegen wichtig, dass die Vögel sicher anfliegen und bei Bedrohung sich schnell verstecken können.

  

Eine flache Schüssel, ein Blumentopf-Untersetzer oder ein Suppenteller tun es auch. Die Vogeltränke sollte am Rand flach sein, so dass sich die Vögel dem Wasser nähern können. Vögel müssen zwei Mal pro Tag Wasser aufnehmen. Vor allem Körnerfresser können dies nicht über die Nahrung kompensieren.

 

Übrigens baden Vögel auch gerne im Sand, das hilft ihnen gegen Parasiten. Wer nur einen gepflasterten Hof hat, kann dort auch ein Sandbad in einer flachen Schale einrichten.

 


Vogelbeobachtung am Ismaninger Speichersee am 22.01.2023

 

 Bei winterlichen Temperaturen fanden sich sieben LBV-Mitglieder, warm gekleidet und mit Ferngläsern und Kameras ausgerüstet, pünktlich am vereinbarten Treffpunkt ein und ließen sich von Dr. Ariane Schade, Vogelexpertin, ebenfalls LBV-Mitglied und Beirätin der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V., in die Geheimnisse der Vogelwelt am und rund um den Speichersee einweihen. Wir konnten nicht nur zahlreiche verschiedene Enten- und Gänsevögel beobachten, darunter ein paar Zwergsäger - wunderschöne Wintergäste aus dem hohen Norden -, Höckerschwäne, Taucher und Blässhühner, sondern auch weitere Arten wie den seltenen Kleinspecht, einen Waldwasserläufer, eine Gebirgsstelze und sogar eine Kornweihe. Insgesamt bekamen wir 42 Vogelarten vor die Ferngläser bzw. das Spectiv. Nebenbei erfuhren wir noch viel Interessantes über den Speichersee und seine Umgebung und die im Lauf des Jahres dort zu beobachtende Vogelwelt. Herzlichen Dank, Ariane!